Geschichtenschätze
Die Geschichten von Unternehmen, Vereinen und Organisationen
In jedem Unternehmen und jedem Verein leben Geschichten. Ja, auch in eurem. Sie stecken in Begegnungen, Gewohnheiten, Entscheidungen und Umwegen. Manchmal verbergen sie sich in einer alten Werkbank, in einem unscheinbaren Foto oder in einem Satz, den jemand seit Jahrzehnten immer wieder sagt.
Wer täglich damit zu tun hat, erkennt oft kaum noch, was daran erzählenswert sein könnte. Vieles ist im Laufe der Jahre selbstverständlich geworden. Doch gerade dort können die Geschichten liegen, durch die andere Menschen erst verstehen, was eure Gemeinschaft ausmacht.
Alle reden vom Storytelling. Ich rede vom Geschichtenerzählen.
Die Geschichten hinter der Geschichte
Eine Chronik kann uns sagen, wann ein Unternehmen gegründet wurde, wann ein Verein sein erstes großes Jubiläum feierte oder wann eine neue Generation die Verantwortung übernahm.
Aber was geschah damals wirklich?
Warum wurde das Unternehmen überhaupt gegründet? Wer hatte die Idee – und wer hielt sie zunächst für vollkommen verrückt? Was ging beinahe schief? Welche Entscheidung stellte sich Jahre später als wegweisend heraus? Weshalb wird etwas bei euch bis heute auf genau diese Weise gemacht?
Vielleicht gibt es einen Mitarbeiter, der seit vierzig Jahren dabei ist und noch weiß, wie alles früher einmal aussah. Vielleicht erinnert sich die Gründerin an einen Auftrag, der beinahe das Ende bedeutet hätte und schließlich zum Wendepunkt wurde. Vielleicht steht irgendwo noch ein Gegenstand aus den Anfangsjahren, an dem eine ganze Geschichte hängt. Und möglicherweise gibt es im Verein jene eine Begebenheit, die jeder kennt und von der trotzdem jedes Mitglied eine etwas andere Version erzählt.
Das sind die Geschichten hinter der Geschichte.
Nicht anstelle von Jahreszahlen, Namen und Ereignissen. Sondern als das, was diese Zahlen lebendig werden lässt.
Eure Geschichtenschätze sind längst da.
Ihr müsst sie aber nicht allein finden.
Ich bin Jörg Fred Nowack, Mentor für Worte und Welten, Geschichtenfinder und Textmagier. Ich höre zwischen den Zeilen, frage konkret nach und suche mit euch nach dem, was hinter dem längst Vertrauten liegt.
Dafür spreche ich mit den Menschen, die etwas zu erzählen haben. Mit Gründern und Nachfolgern, langjährigen Mitarbeitern, Vereinsmitgliedern oder anderen Wegbegleitern. Wir können zusammen alte Fotografien betrachten, Dokumente durchsehen und Erinnerungsstücke auf ihre Geschichten abklopfen. Dabei interessieren mich jedoch nicht nur die großen Meilensteine.
Manchmal erzählt eine alte Werkbank mehr über ein Unternehmen als eine ganze Seite voller Jahreszahlen. Oft steckt in der Geschichte eines einzigen Produkts die Haltung einer ganzen Firma. Und eventuell verrät eine kleine Begebenheit aus dem Vereinsleben mehr über eine Gemeinschaft als jede Satzung.
Wer selbst seit Jahren dazugehört, nimmt vieles davon kaum noch wahr. Deshalb beginnt meine Arbeit genau dort. Ich finde die Geschichten, die euch zu dem machen, was ihr seid.
Werte kann man aufschreiben. Geschichten muss man erleben.
Auf vielen Unternehmensseiten stehen ähnliche Begriffe: Verlässlichkeit. Verantwortung. Tradition. Innovation. Nähe zum Kunden. All das kann stimmen. Doch ein Wort allein erzählt noch nicht, was dieser Begriff für euch bedeutet.
Wenn ein Kunde dagegen erfährt, weshalb ein Mitarbeiter vor vielen Jahren etwas tat, das weit über das Erwartbare hinausging, bekommt Verlässlichkeit plötzlich ein Gesicht. Wenn eine Gründerin erzählt, weshalb sie trotz aller Widerstände an ihrer Idee festhielt, wird aus dem Wort Überzeugung eine Geschichte. Und wenn ein Verein davon erzählt, wie seine Mitglieder in einem schwierigen Moment zusammenhielten, muss niemand mehr erklären, was das Wort Gemeinschaft bedeutet.
Geschichten machen das sichtbar, was Begriffe allein nur behaupten können.
Deshalb geht es bei den Geschichtenschätzen nicht darum, eure Geschichte schöner zu machen, als sie war. Es geht darum, das sichtbar zu machen, was tatsächlich da ist.
Ich höre zu. Und dann schreibe ich.
Am Anfang steht unser Gespräch. Ihr erzählt mir von eurem Unternehmen, eurem Verein oder eurer Organisation und davon, was ihr mit euren Geschichten erreichen möchtet.
Vielleicht gibt es bereits eine konkrete Idee. Ein Jubiläum steht bevor. Eine Unternehmensübergabe rückt näher. Die Website soll endlich zeigen, welche Menschen hinter dem Unternehmen stehen. Oder eine Vereinsgeschichte soll bewahrt werden, bevor diejenigen, die sich noch an die Anfänge erinnern, irgendwann nicht mehr gefragt werden können.
Vielleicht wisst ihr aber auch nur: Bei uns gibt es so viele Geschichten. Eigentlich müsste die mal jemand aufschreiben. Dann beginnen wir genau dort.
In persönlichen Gesprächen gehe ich mit euch auf die Suche. Je nach Vorhaben können das zwei oder drei Gespräche sein oder eine umfangreichere Reihe Interviews mit verschiedenen Menschen. Ich höre zu, frage nach, ordne und schreibe.
Ihr lest die entstandenen Texte, ergänzt und berichtigt. Gemeinsam achten wir darauf, dass am Ende nicht irgendeine hübsche Unternehmensgeschichte entstanden ist, sondern genau eure.
Welche Form eure Geschichten finden können
Nicht jeder Geschichtenschatz muss gleich ein ganzes Buch werden. Vielleicht beginnen wir mit einem persönlichen Porträt für eure Website. Nicht mit einem austauschbaren „Über uns“, sondern mit einer Geschichte, durch die Menschen erfahren, wer ihr seid und weshalb ihr tut, was ihr tut.
Vielleicht gibt es so viele Geschichten, dass daraus eine Reihe für Website, Newsletter oder soziale Medien entstehen kann. Menschen, Produkte, Orte, Entscheidungen und kleine Begebenheiten können darin nach und nach sichtbar werden.
Oder es gibt einen Anlass, der nach etwas Bleibendem verlangt: ein Jubiläum, eine Übergabe, ein bedeutender Meilenstein. Dann kann aus den Erinnerungen, Gesprächen, Fotografien und Dokumenten eine Firmenchronik, eine Vereinschronik, eine Jubiläumsschrift oder ein ganzes Buch entstehen.
Deshalb steht die Form nicht bereits am Anfang fest. Wir finden zuerst heraus, was ihr zu erzählen habt und für wen diese Geschichten gedacht sind. Danach entscheiden wir, welche Form ihnen gerecht wird.
Geschichten verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Eine in Geschichten erzählte Unternehmens- oder Vereinsgeschichte schaut nicht nur zurück. Kunden können besser verstehen, mit wem sie es zu tun haben. Neue Mitarbeiter erfahren, in welches Unternehmen sie kommen und was dort über Jahrzehnte gewachsen ist. Langjährige Mitarbeiter entdecken darin vielleicht ihre eigene Geschichte wieder.
Mitglieder können sehen, woran sie gemeinsam mitgewirkt haben. Partner erfahren, was euch geprägt hat. Und bei einer Übergabe an die nächste Generation bleibt etwas erhalten, das sich weder in einer Bilanz noch in einem Übergabeprotokoll festhalten lässt. Etwas, das sich fortschreiben lässt. So bewahren Geschichten Erinnerung und tragen zugleich etwas davon in die Zukunft.
Vielleicht kennt ihr eure beste Geschichte noch gar nicht.
Du brauchst mir beim ersten Gespräch deshalb keine fertige Chronik vorzulegen und auch keine Liste besonders spektakulärer Ereignisse. Erzähl mir einfach von euch.
Wie hat alles angefangen? Was ist unterwegs geschehen? Welche Menschen gehören zu eurer Geschichte? Welche Eigenheiten gibt es? Worüber wird bei euch heute noch gesprochen?
Ich höre zu. Und vielleicht sage ich irgendwann mitten in unserem Gespräch:
Moment! Genau da steckt eine Geschichte.
Vielleicht fällt dir jetzt noch gar keine erzählenswerte Geschichte ein. Also beginnen wir genau dort.